DGP hp Bild Kompressionstherapie

 

Sie lesen eine Patienten- und Angehörigeninformation der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie. Diese richtet sich an Betroffene, die aufgrund einer Erkrankung von ihrem Arzt eine Kompressionsversorgung verordnet bekommen haben und an ihre Angehörigen. Die enthaltenen Informationen entsprechen dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung. Diese Patienten- und Angehörigeninformation bildet zudem den Standard der Versorgung von Patienten mit Kompressionstherapie in Deutschland ab.

Es gibt verschiedene Krankheitsbilder, die durch eine Kompressionstherapie zu behandeln sind. Mehrere Anzeichen können darauf hindeuten, dass bei Ihnen eine entsprechende Erkrankung vorliegen könnte. Erste Hinweise zeigen sich auf Ihrer Haut. Diese wird trocken, beginnt zu schuppen, juckt und ist teilweise bräunlich verfärbt sowie verhärtet. Weitere Anzeichen sind ein Spannungsgefühl in den Beinen sowie Abdrücke durch einschnürende Socken- oder Strumpfbündchen. Nach längerem Sitzen oder Stehen fühlen sich die Beine schwer an und sind geschwollen. Ursache dieser Symptome kann eine Venenschwäche sein. Dies sollten Sie durch einen Besuch bei Ihrem Arzt abklären lassen. Bei einer diagnostizierten Venenschwäche wird Ihr Arzt Ihnen eine Kompressionstherapie verordnen. Im Vordergrund steht dabei zunächst das Abschwellen der Beine. Hierfür kommen meist Bandagierungen der Beine mit Kompressionsbinden zum Einsatz.

[link → Kompressionsbinden]

In Folge einer Venenschwäche schwellen Ihre Beine an, da die Beinvenen überlastet sind. Diese Gefäße sind dafür zuständig, das Blut aus ihren Beinen zurück in Richtung des Herzens zu transportieren. Bei Überlastung können die Venen das umliegende Gewebe nicht mehr ausreichend entsorgen, Flüssigkeit lagert sich ein, die Beine schwellen an und beginnen zu schmerzen. An geschwollenen Beinen können sich schon nach leichten Verletzungen Beinwunden entwickeln. Diese heilen nur langsam ab und benötigen eine aufwendige Versorgung. Sie kennen diese Wunden vielleicht unter der Bezeichnung ''offenes Bein''. Der korrekte medizinische Ausdruck hierfür lautet Ulcus cruris venosum.

[link → Ulcus cruris venosum]

Eine Kompressionstherapie hat in mehrerer Hinsicht positive Auswirkungen auf Ihre Erkrankung. Mit verschiedenen Materialien und Methoden wird bei dieser Form der Behandlung Druck auf ihre Beine ausgeübt, der die Abschwellung gewährleistet. In der Folge mindern sich Ihre Schmerzen, und die Abheilung eventueller Wunden wird beschleunigt. Zudem beugt die Kompressionstherapie neuen Schädigungen und der Entwicklung weiterer Wunden vor.

[link → Wirkweise]

DGP Jahrestagung 2016 Dresden

Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie findet vom 7.-10.9.2016 in Dresden unter dem Motto „Wissen schaf(f)t Brücken“ statt.

www.angio-phlebo-logie-2016.net