AWMF-Leitlinien-RegisterNr. 037/005Entwicklungsstufe:1

Version vom 25.06.2009

Jünger M, Partsch B, Kahle B, Rabe E, Stenger D, Stücker M, Waldermann F, Wienert V

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Qualitäten
  3. Andruckwerte und Druckverlauf des PKV
  4. Verbandstechniken
  5. Indikationen
  6. Kontraindikationen
  7. Risiken und Nebenwirkungen
  8. Pflege
  9. Compliance
  10. Klinischer Wirksamkeitsnachweis
  11. Literaturverzeichnis
  12. Anlagen

1. Definition

Der phlebologische Kompressionsverband (PKV) ist in der Therapie phlebologischer und lymphologischer Erkrankungen unverzichtbar. Der PKV hat komprimierende Eigenschaften; durch den Anpressdruck übt der Verband einen definierten Druck auf die Extremität aus; er steigert den venösen und lymphatischen Abstrom und verbessert die venöse Pumpfunktion. Die Anwendung des Verbandes erfordert spezielle Kenntnisse und Erfahrungen sowohl hinsichtlich Diagnose, Differential­diagnose und Kontraindikationen als auch in der Technik des Anlegens. Der PKV kann als Wechsel- wie auch als Dauerverband konzipiert werden. Ein Wechselverband wird täglich neu angelegt und in der Regel nicht über Nacht belassen. Demgegenüber verbleibt der Dauerverband über einen längeren Zeitraum, meist über mehrere Tage, auch über Nacht. Der phlebologische Kompressionsverband schließt immer Fuß- und Sprunggelenk ein und reicht entweder bis zum Fibulaköpfchen oder bis zum proximalen Oberschenkel.

Zu unterscheiden ist zwischen den einzelnen Binden und dem Verband. Durch Überwicklung von Binden in mehreren Schichten sowie bei Verwendung unterschiedlicher Materialien ändern sich die elastischen Eigenschaften des Verbandes. Demnach kann ein Verband, der aus mehreren Lagen von einzelnen elastischen Binden besteht, am Bein letztendlich die Eigen­schaften eines unelastischen Verbandes annehmen. Analoges gilt für die adhäsiven und kohäsiven Binden. Dieses Verhalten sollte durch in-vivo-Messungen des Andrucks nachge­wiesen werden (Partsch et al. 2008).

2. Qualitäten

2.1. Bindentypen

Es werden wieder verwendbare elastische Materialien, wie die sog. Idealbinde (eine baumwollelastische Kurzzugbinde nach DIN 61631) und die dauerelastische Binde (aus Natur- und Kunstfasern bestehend), die beide kohäsiv (auf sich selbst haftend) sein können, von den nicht mehr verwendbaren Materialien, wie die adhäsive (klebende) Binde und die kaum dehnbare Zinkleimbinde, unterschieden.

2.2. Materialien

Die Kompressionsbinden sind vor allem aus Polyamid, Elastan, Baumwolle, Elastodien und Viskose in unterschiedlicher Zusammensetzung gefertigt.

Polyamid (PA, Nylon, Perlon): Polyamidfaserstoffe sind alterungssicher und resistent gegen Mikroorganismen. Der Feuchtigkeitsgehalt beträgt maximal 0,06%.

Elastan (EL, Lycra®): Dieses Material besteht zu 85% aus Polyurethan (PU). Die hoch­elastischen Fasern sind widerstandsfähig gegen Öle und Fette. Sie sind alterungs-, licht- und bis zu 150°C temperaturbeständig. Die Feuchtigkeitsaufnahme ist mit 1,5% sehr gering.

Baumwolle (BW): Bei der BW handelt es sich um ein pflanzliches Naturprodukt. Rohe BW enthält 83-85% reine Zellulose. BW ist kochfest und sterilisierbar; die statische Aufladung ist nur gering. Die Dehnbarkeit beträgt ca. 40%, der Wassergehalt unter normalen Bedingungen 8%.

Elastodien (ELA, Naturgummi, Naturkautschuk): Grundstoff ist der Milchsaft (Naturlatex) des Parakautschukbaumes. ELA zeichnet sich durch eine besonders hohe elastische Dehnbarkeit aus. Es ist allerdings unbeständig gegen Fette. Bei hoher Temperatur (z.B. bei der Sterilisation) wird ELA zerstört. Die Wasseraufnahme ist gering.

Viskose (CV, Zellwolle): Die Zellwolle ist im Unterschied zur nativen Baumwolle eine regenerierte Zellulosefaser, eine Chemiefaser. Viskose hat einen Feuchtigkeitsgehalt von 5 bis 15% und gilt als Ersatz für Baumwolle. Wie diese besitzt sie eine hohe Saugfähigkeit für Wasser (Quellfähigkeit 85-120%).

2.3. Bindenbreiten und Bindenlängen

Die Binden werden in der Regel in den Breiten 6, 8, 10, 12 cm und in den Längen 5, 6, 7 m angeboten.

2.4. Material-Verträglichkeit

Zur Verträglichkeit des PKV liegen keine Untersuchungen vor. Eine Allergie als Urtikaria (Soforttypallergie) oder als Kontaktekzem (Spättypallergie) auf Polyamid, Elastan, Baum­wolle oder Viskose ist extrem selten. Latex oder Gummiinhaltsstoffe finden sich selten in den Binden. Das Tragen eines PKV sollte die hautphysiologischen Bedingungen hinsichtlich des pH-Wertes nicht verändern.

In der letzten Zeit werden zunehmend auch farbige Binden angeboten. Wegen der hohen Aller­gisierungsquote fordert das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin den Verzicht auf die Farbstoffe Dispersionsblau 1, 35, 106, Dispersionsgelb 3, Dispersionsorange 3, 3/76 und Dispersionsrot. Laut Bedarfsgegenstandsverordnung dürfen die Azofarbstoffe, die krebserregende Amine (sog. Arylamine) abspalten, nicht enthalten sein. Die Verwendung von Chrom-IV-Verbindungen und gewissen Flammschutz­mitteln ist untersagt.

2.5. Kennzeichnung

Bei den wieder verwendbaren Binden sollten Hersteller, Produktname, Hauptinhaltsstoffe, Länge (ungedehnt), Breite (ungedehnt), Wasch- und Pflegesymbole an der Binde selbst dauerhaft gekennzeichnet sein. Bei nicht wieder verwendbaren Binden sollten die Informationen auf der Verpackung verzeichnet sein. Angaben zur Dehnbarkeit sind wünschens­wert.

2.6. Elastizität

Die Binden sind vorwiegend längselastisch gefertigt. In einem Konsensuspapier (Partsch et al. 2008) wird empfohlen, unelastische Binden mit einer Dehnbarkeit unter 100% von elastischen Binden mit einer Dehnbarkeit von über 100% zu unterscheiden. Zu der Gruppe der unelastischen Binden gehören solche mit kurzem Zug (z.B. starrer Zinkleim) und Kurzzugbinden (z.B. Idealbinde). Alle Binden mit einer Dehnbarkeit über 100% werden als Langzugbinden bezeichnet.

Einige Binden sind sowohl längs- als auch querelastisch gearbeitet. Die Kenntnis der Quer­elastizität ist insofern von Interesse, als mit unterschiedlichen Längs- auch differente Quer­dehnungen einhergehen. Ein mit zweizugelastischen Binden angelegter PKV „sitzt“ erfahrungsgemäß besser als der mit längselastischen gewickelte

2.7. Haltbarkeit

Die wieder verwendbaren Kompressionsbinden sollten mindestens bis zu 15mal gewaschen (gekocht, dampfsterilisiert, chemisch sterilisiert) werden können, bevor ihre Elastizität spürbar nachzulassen beginnt.

3. Andruckwerte und Druckverlauf des PKV

Der Andruck des Verbandes ist von mehreren Faktoren abhängig, und zwar von:

  • Bindenvordehnung
  • Bindentyp
  • Bindenbreite
  • Bindenelastizität
  • Bindenzugkraftabfall (Relaxation)
  • Anzahl der Bindentouren
  • Verbandstechnik
  • Bindenfeuchtigkeitsaufnahme
  • Bindenpflege
  • Extremitätenzirkumferenz
  • Extremitätenkonfiguration

Nach Anlegen eines PKV sollte der Druck von distal nach proximal abnehmen. Aus praktischer Sicht sind folgende Punkte zu berücksichtigen: Andruck, Anzahl der Lagen, Materialkomponenten und elastische Eigenschaften (Partsch et al. 2008). Klare Definitionen wären wünschenswert: der sog. Vierlagenverband sollte besser als Vierkomponentenverband bezeichnet werden, da er aus vier verschiedenen Bindentypen besteht, die in wesentlich mehr als in nur vier Lagen angelegt werden.

4. Verbandstechniken

Es gibt eine Vielzahl von individuellen Verbandstechniken, meist mit Eigennamen belegt, die genaue Angaben zur Vorgehensweise machen. Außerdem wird differenziert zwischen Verbänden, die aus einer oder mehreren Materialkomponenten bestehen, wobei jede einzelne Komponente in der Regel durch Überlappung in mehreren Lagen appliziert wird. Unabhängig hiervon sollten folgende wesentliche Prinzipien beim Anlegen eines Kompressionsverbandes am Bein beachtet werden:

  • Die Binden müssen mit „Überlappung“ angelegt werden.
  • Das Sprunggelenk sollte rechtwinkelig positioniert werden.
  • Der Unterschenkelkompressionsverband wird zum Fibulaköpfchen, der Oberschenkel­kompressions­verband bis zum proximalen Oberschenkel ausgeführt.
  • Infolge der Beingeometrie nimmt der Anspressdruck bei gleich bleibender Bindenvordehnung von distal nach proximal ab.
  • Der Verband darf weder Druckstellen, Schnürfurchen noch Schmerz verursachen.
  • Das Material des PKV und die Anlegetechnik müssen sich nach den Erfordernissen der jeweiligen Krankheit richten.

Analoges gilt für die obere Extremität.

Die Auswirkung der Bindezugtechnik z.B. Achtertouren, Spiraltouren auf den Anpressdruck ist umstritten. Coull und Mitarbeiter verglichen den PKV, die jeweils mit Achtertouren oder spiraligen Touren angelegt worden waren, und konnten messen, dass mit dem ersteren Verband höhere Drücke erzielt werden konnten. Lee et al. zeigten das Gegenteil.

5. Indikationen

Varikose

  • Varikose
  • Varikose in der Schwangerschaft
  • Unterstützend bei der invasiven Therapie der Varikose

Thrombosen/Thrombophlebitis

  • Thrombophlebitis sowie Zustand nach abgeheilter Thrombophlebitis
  • tiefe Bein- und Armvenenthrombose
  • Zustand nach tiefer Beinvenenthrombose
  • postthrombotisches Syndrom
  • Thromboseprophylaxe

Chronische Veneninsuffizienz (CVI)

  • CVI nach CEAP C3-C6
  • primäre und sekundäre Prävention des Ulcus cruris venosum
  • Leitveneninsuffizienz
  • Angiodysplasie

Sonstige Ödeme

  • Lymphödeme
  • Ödeme in der Schwangerschaft
  • posttraumatische Ödeme
  • hormonell bedingte Ödeme
  • Lipödeme
  • Stauungszustände infolge Immobilitäten(arthrogenes Stauungssyndrom, Paresen und Teilparesen der Extremität)
  • Medikamentös induzierte Ödeme(z.B. Kalziumantagonisten, Isosorbiddinitrat, Lithium-Salbe, Sexualhormone u.a.)

6. Kontraindikationen

absolute

  • fortgeschrittene periphere arterielle Verschlusskrankheit
  • dekompensierte Herzinsuffizienz
  • Phlegmasia coerulea dolens

relative

  • schwere Sensibilitätsstörungen der Extremitäten
  • kompensierte periphere arterielle Verschlusskrankheit

7. Risiken und Nebenwirkungen

Unsachgemäßes Bandagieren (zu hohe Anpress-Drücke, Strangulation) verursacht Schmerzen und kann Gewebs­schäden und sogar Nekrosen (Chan et al.) und Druckschäden an peripheren Nerven, vor allem an Knochenvor­sprüngen (Cave: z.B. Fibulaköpfchen), zur Folge haben (Usmani et al.).

8. Pflege

Die Pflege der wieder verwendbaren Binde ist wichtig, da sie ihre Qualität und damit ihre therapeutische Wirk­samkeit beeinflusst. Binden sind weitgehend unempfindlich gegen Fette, Öle und Cremes. Nur gummihaltige Binden werden durch diese Stoffe geschädigt mit der Folge sich ver­ringernder Elastizität. Es empfiehlt sich, die Binden häufig zu waschen, da Schweiß und Schmutz das Material angreifen. Im Übrigen wird auf die Wasch- und Pflegehinweise der Hersteller verwiesen.

9. Compliance

Es gibt Studien, die eine bessere Compliance bei medizinischen Kompressionsstrümpfen als bei Verbänden beschreiben (Bond et al., Scurr et al., Shoulder et al.).

10. Klinischer Wirksamkeitsnachweis

Die Empfehlungsgrade (EM-GR) wurden gemäß DEGAM (Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin) festgelegt:

  1. sehr gut fundiert
  2. mittelmäßig fundiert
  3. mäßige wissenschaftliche Grundlage

Auch die Evidenzgrade (EV-GR) wurden nach den wissenschaftlichen Kriterien der DEGAM wie folgt vergeben:

  1. Metaanalyse, systematisches Review, einzelne RCT’s
  2. Kohortenstudie mit Kontrollgruppe, nicht randomisierte klinische Studie, quasi experimentelle Studie, Fallkontrollstudie,
  3. Querschnitts-Studie, Kohortenstudie ohne Kontrollgruppe (Anwendungsbeobachtungen), Fallserie
  4. Expertenmeinung, Grundlagenforschung.

Auf der Basis von RCT’s können folgende Aussagen gemacht werden:

Ulcus cruris venosum

Das Ulkus ist das klassische Modell für RCT’s, in denen verschiedene Kompressions­materialien verglichen werden. Bevorzugte Studienendpunkte sind die Heilungsraten z.B. nach 12 Wochen. Die Cochrane Übersicht (Cullum et al. 2001) macht folgende Aussagen.

  • Kompression ist effektiver als keine Kompression.
  • Elastische Kompression ist effektiver als nicht-elastische Kompression beim Anlegen eines Vierkomponenten-Verbandes.
  • Zwischen dem Vier-Komponentenverband und anderen Viellagenverbänden gab es hinsichtlich der Heilungsrate keinen signifikanten Unterschied.
  • Zwischen verschiedenen Viellagenverbänden gab es hinsichtlich der Heilungsrate keinen signifikanten Unterschied.
  • Vierkomponenten-Verbände mit hoher Kompression sind effektiver als Einlagenver­band.

Seit 2001 sind weitere RCT’s mit folgenden Aussagen publiziert werden.

  • Zwischen dem Vierkomponenten-Verband und mehrlagigen Kurzzugverbänden und dem Kurzzugverband gab es hinsichtlich der Heilungs­rate keinen signifikanten Unterschied (Partsch et al. 2001, Franks et al. 2004).
  • Mit einem Vierkomponenten-Verband heilt ein Ulkus signifikant schneller ab, als mit einem Kurzzugverband (Ukat et al., Iglesias et al., Nelson 2004, 2007).
  • Ein spezifisches Ulkuskompressions-System plus ein mehrlagiger elastischer PKV lässt das Ulkus schneller abheilen, als die Applikation eines mehrlagigen PKV allein (Milic et al.).
  • Gegenüber einem spezifischen Ulkuskompressions-System zeigte sich der Kurzzugverband unterlegen hinsichtlich der Ulkusabheilungsrate (Jünger et al. 2004).
  • Vierkomponenten-Verband und ein mehrschichtiger unelastischer Verband mit hohem Andruck sind gleich wirksam, beide sind wesentlich effektiver als reine Lokaltherapie (Wong).
  • Ein Zinkleimverband plus PKV ist nicht effektiver als nur der Zinkleimverband (Meyer et al. 2002). Ein Dreikomponenten-Zinkleimverband ist wirksamer als ein Vierkomponenten-Verband (Meyer et al. 2006).

Die o.g. Aussagen lassen folgende Bewertungen zu:

  1. Der PKV beschleunigt die Abheilung des Ulkus (A/I).
  2. Vierkomponenten-Verbände sind gleichwertig im Vergleich zu Kurz­zugverbänden hinsichtlich der Ulkusabheilung (A/I).
  3. Spezifische Ulkuskompressions-Systeme (übereinander gezogene Kompressions­strümpfe) sind in einigen Studien als mindestens gleichwertig hinsichtlich der Abheilungsquote im Vergleich zum PKV beurteilt worden (A/I).
  4. Zinkleimverbände sind effektiver als Mehrkomponentenverbände.

Varizenchirurgie

Kurzzugverbände reduzieren die Blutungen nach venenchirurgischen Eingriffen (Travers et al., Coleridge-Smith et al.) (A/I)

Postoperativ ist der PKV dem medizinischen Kompressionsstrumpf gleichwertig hinsichtlich Reduktion von Hämatomen und Pigmentierungen, bezüglich Schmerzreduktion und Mobilität aber unterlegen (Bond et al.) (B/II)

Tiefe Beinvenenthrombose

Der PKV reduziert bei akuter tiefer Beinvenenthrombose Ödem und Schmerz (Blättler et al., Jünger et al. 2006). Zudem zeigt der PKV unter begleitender Antikoagulation keine vermehrten Lungenembolien im Vergleich zur Immobilisation (Aschwanden et al.) (A/I)

Die evidenzbasierte Leitlinie des American College of Chest Physicians macht folgende Aussagen:

Kompressionstherapie, welche im akuten Stadium Verbände beinhalten kann, sollte sobald wie möglich nach Beginn einer Antikoagulationstherapie initiiert werden (Kearon et al.).

11. Literaturverzeichnis

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  • Travers JP, Rhodes JE, Hardy JG et al.: Postoperative limb compression in reduction of haemorrhage after varicose veins surgery. Ann. Roy. Coll. Surg. 75, 119-122, 1993
  • Ukat A, Konig M, Vanscheidt W et al.: Short-stretch versus multilayer compression for venous leg ulcers: a comparison of healing rates. J. Wound Care 12, 139-143, 2003
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  • Wong KYS: Comparison of four-layer compression bandage, short-stretch compression bandage and usual care in the treatment of venous ulcer for older people in the community. Doctor of Physiology (Nursing) Thesis. Nethersole School of Nursing The Chinese University of Hong Kong HK SAR, China 2007

12. Anlagen

Verfahren zur Konsensusbildung

Diese Leitlinie wurde von Experten im Rahmen einer Konsensuskonferenz erarbeitet, die vom 19.-20.12.2008 in Köln auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und des Berufsverbandes der Phlebologen stattfand. Sie wurde am 24.06.2009 von beiden Vorständen verabschiedet. Es wurden alle bis Ende 2008 vorliegenden randomisierten kontrollierten Studien (randomized controlled trial; Abk. RCT) zu diesem Thema elektronisch in Daten­banken und per Handsuche ermittelt. Diese Studien wurden im Rahmen der Konsensuskon­ferenz hinsichtlich Empfehlungs- und Evidenzgrad bewertet und dahingehend beurteilt, ob sie in die Leitlinie aufgenommen werden konnten oder etwa wegen minderer Qualität ausge­schlossen werden mussten. Im Vorfeld hatten die Teilnehmer zu jeder Publikation ihres Themenkreises einen einheitlichen Evaluierungsbogen ausgefüllt, der während der Konferenz allen zur Diskussion vorlag.

Autoren

Jünger M, Partsch H, Kahle B, Rabe E, Stenger D, Stücker M, Waldermann F, Wienert V

Erstelldatum

06/2009

Nächste Überarbeitung

06/2014

Interessenkonflikte

keine