5. Regularien:

  • Schwerpunktmäßige phlebologische Tätigkeit: mindestens 300 phlebologische Patienten im Jahr (Nachweis) und Tätigkeitsspektrum wie in der Weiterbildungsordnung gefordert
  • Fortbildungspunkte:
    • Entsprechend den von der jeweiligen Ärztekammer vergebenen Fortbildungspunkten. Bei Veranstaltungen im Ausland Halbtagesveranstaltungen 3 Punkte, Ganztagesveranstaltungen 6 Punkte.
    • Hospitationen im Rahmen des Hospitationsprogrammes 8 Punkte / Tag.
  • Leistungskatalog: in Anlehnung an die Weiterbildungs-Ordnung:
    • Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in
      • der Erkennung, Behandlung und Nachbehandlung der thromboembolischen Krankheiten einschließlich der Antikoagulation
      • der Diagnostik der Erkrankungen im Endstrombereich und im Lymphgefäßsystem
      • den Grundlagen der Lymphödembehandlung
      • den sonographischen Untersuchungen einschließlich Doppler-/ Duplexsonographie des Venensystems
      • quantifizierenden apparativen Messverfahren einschließlich Photoplethysmographie, der Phlebodynamometrie und Venenverschlußplethysmographie
      • der Sklerosierungstherapie
      • der Behandlung der chronischen Veneninsuffizienz und ihrer Komplikationen einschließlich des Ulcus cruris
      • der Kompressionstherapie, z. B. Wechsel- und Dauerverbände, apparative intermittierende Kompression
      • der operativen Behandlung von Venenkrankheiten einschließlich Nachbehandlung, z. B. Phlebextraktion, Perforantenligatur, Miniphlebochirurgie, Varikotomie, varikös ablative Verfahren
    • Untersuchungs- und Behandlungsmethoden:
      • 50 Behandlungen von thrombotischen Erkrankungen der Venen, der Extremitäten einschließlich der Antikoagulation
      • 50 Untersuchungen und Befundungen von Patienten mit Lymphödemen der Extremitäten
      • 50 Untersuchungen und Befundungen von Patienten mit Erkrankungen im Endstrombereich
      • 200 Doppler-/Duplexsonographien des Venensystems
      • 100 Durchführungen und Befundungen von Untersuchungen mit der Photoplethysmographie, der Phlebodynamometrie, der Venenverschlussplethysmograhie und der Thermographie
      • 100 Sklerosierungstherapien
      • 300 Behandlungen der chronischen Veneninsuffizienz und ihrer Komplikationen einschließlich des Ulcus cruris
      • Kompressionstherapie, davon
        • 100 Kompressionswechselverbände
        • 25 Kompressionsdauerverbände
        • 100 apparative intermittierende Kompressionsbehandlungen
        • spezielle lymphologische Kompressionsverbände
        • 50 Verordnungen medizinischer Kompressionsstrümpfe mit nachfolgender Wirkungskontrolle bei venösen Erkrankungen
        • 100 Verordnungen medizinischer Kompressionsstrümpfe mit nachfolgender Wirkungskontrolle beim Lymphödem unter Berücksichtigung der speziellen lymphologischen Kompressionsbestrumpfung
      • 50 Eingriffe am epifaszialen Venensystem der unteren Extremitäten, z. B. Krossektomie, Phleboektomie, Varikotomie, endovenös-ablative Verfahren

Prüfung: mündliche Prüfungen durch 2 Mitglieder von Vorstand und/oder Beirat der FA im Rahmen der Jahrestagungen oder von Fortbildungsveranstaltungen der FA. Bei Bedarf sind auch schriftliche Prüfungen möglich: Die Prüfungen sollen klinisch fallbezogen ablaufen.

Workshops und Seminare: soweit vorhanden können vorhandene Workshops und Seminare anerkannt werden. Wo nötig können sie auch von der FA selbst organisiert werden. Zur Anerkennung vorhandener Workshops und Seminare müssen diese sich inhaltlich an den Vorgaben der FA orientieren und von dieser zertifiziert werden. Auch die Durchführung und Organisation von Basiskursen und von der FA initiierten Kursen kann an Einzelpersonen delegiert werden.

Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen: durch 2 Mitglieder aus Vorstand und Beirat, nachrichtlich an Vorstand und Beirat zur Bestätigung

Zertifizierung von Kursen: durch 3 Mitglieder aus Vorstand und Beirat der FA nach den Richtlinien der FA, nachrichtlich an Vorstand und Beirat zur Bestätigung